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Field Note · Music

Ein Konzert, drei Bekannte, kein Plan

Man muss sich nicht stündlich schreiben, um denselben Abend zu teilen.

Die Tickets kamen aus drei verschiedenen Chats. Niemand hatte eine Playlist vorbereitet, niemand ein T-Shirt der Band. Treffpunkt: irgendwo vor dem Eingang, fünf Minuten zu spät, typisch.

Drinnen war es zu laut zum Erklären. Das war die Pointe. Man zeigt auf die Bühne, nickt, holt Getränke, verliert sich zwei Songs, findet sich wieder. Freundschaft braucht nicht immer eine saubere Dramaturgie.

Gemeinsam, ohne sich zu performen

Abends, draußen, war die Luft kühl. Jemand sagte nur: gut, oder? Und es war gut. Nicht weil die Setlist perfekt war. Weil vier Leute denselben Lärm ausgehalten und gemocht hatten, ohne ihn hinterher zerlegen zu müssen.

Solche Abende lassen sich schlecht in einem Feed erzählen. Sie halten trotzdem. Wer öfter so rausgeht, merkt: Man muss sich nicht ununterbrochen auf dem Laufenden halten. Man muss sich nur manchmal im selben Raum treffen.

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